Markgraf, Goetz - Edition Ecrilis

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Markgraf, Goetz

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Goetz Markgraf hat mit seiner mitreißenden Science-Fiction-Geschichte für junge Leser auch uns erwachsene Verlagsmitarbeiter überzeugt. Die spannende Geschichte von Lukas, der mit seinem Freund Nico im Wald auf ein UFO und auf Außerirdische stößt, bietet nicht nur Hochspannung bis zur letzten Seite, sondern vermittelt auch allerlei Wissen rund um unser Universum.
Und das war erst er Anfang: Die Folgebände stehen in den Startlöchern und wir warten alle gespannt darauf!

Das Interview

Ecrilis: Wie sind Sie zum Schreiben gekommen?

Goetz Markgraf: Mit 12 oder 13 habe ich mit meinem Cousin Abenteuer-Rollenspiele gespielt und diese anschließend aufgeschrieben – das war eine Art Wettstreit. Mein Cousin ist später Regisseur geworden und erzählt seine Geschichten jetzt auf der Leinwand. Ich bin beim Papier geblieben. In der Folge habe ich dann viele kurze und einige längere Geschichten geschrieben, meist im Bereich Fantasy oder Science Fiction. Vor ein paar Jahren habe ich dann auf Anraten meiner Frau begonnen, die Texte professionell zu überarbeiten und einen Verlag zu suchen.

Ecrilis: Was sind Ihre literarischen Vorbilder?
G. M.: Da fällt mir als Erstes Andreas Eschbach ein. Ich liebe seine Bücher. Außerdem war seine Homepage meine erste Informationsquelle, um professionell zu schreiben.
Im Bereich Kinderbücher bewundere ich Michael Ende und Otfried Preußler. Beide haben es verstanden, Bücher für Kinder zu schreiben, die keine reinen Kinderbücher sind. Cornelia Funke kann das auch; „Drachenreiter“ oder „Herr der Diebe“ zum Beispiel.

Ecrilis: Was wäre Ihr größter Wunsch als Autor?
G. M.: Natürlich eine Fan-Gemeinde und eine Hollywood-Verfilmung! Spaß beiseite. Ich wünsche mir, dass andere meine Bücher lesen und mögen. Ganz ehrlich! Und dass ich dann davon erfahre. Das würde mich sehr glücklich machen und motivieren, weiter zu schreiben.

Ecrilis: Welche Tipps würden Sie Jungautoren mit auf den Weg geben?
G. M.: Ganz einfach: Tut es! Schreibt! Schreiben ist ein Handwerk, egal was andere sagen. Die Grundregeln kann man lernen, und dann heißt es: üben, üben, üben.
Total wichtig ist es, die eigenen Texte äußerst kritisch zu überarbeiten. Gerade für Einsteiger ist das eine anstrengende und nervende Tätigkeit. Aber sie ist notwendig! Und führt unweigerlich zu besseren Texten. Schreiben macht Spaß!

Ecrilis: Wovon lassen Sie sich für Ihre Geschichten inspirieren?
G. M.: Ob Sie es glauben oder nicht, etwa die Hälfte meiner Geschichten habe ich geträumt. Natürlich nicht die ganze Story. Aber zumindest die Kernidee oder die grundsätzliche Stimmung. Und zum Glück am nächsten Morgen noch gewusst.
Die andere Hälfte entstammt ganz alltäglichen Momenten. Etwas, das jemand sagt, ein Satz, den ich lese, etwas, was ich sehe, irgendwas. Dann durchzuckt es mich und das Kopf-Kino springt an. Für einen Moment muss ich dann alles andere zurückstellen und diesen Einfall in einen Plot, eine Szene oder einen kurzen Dialog bringen. Besonders meine drei Kinder und deren Freunde sind eine fast unerschöpfliche Quelle solcher alltäglichen Momente.
Der Rest ist schlichtes Nachdenken: „Was könnte noch passieren…?“

Ecrilis: Welches Buch ist Ihr persönliches Lieblingsbuch?
G. M.: Oh, da gibt es nicht nur eines. „Der Herr der Ringe“ ist sicherlich eines, das mich begeistert und sehr geprägt hat. Deutlich unbekannter, aber auch extrem gelungen, ist „The Rose of the Prophet“ von Hickman und Weiss. Genialer Fantasy! Beide Bücher habe ich schon etliche Male gelesen.
Im Genre Science Fiction lese ich gerne Geschichten von Lem, Asimov oder Heinlein. Oder eben auch Andreas Eschbach, zum Beispiel „Das Marsprojekt“.

Ecrilis: Angenommen, Ihr Roman würde verfilmt werden: Welche Besetzung und/oder welcher Regisseur würde Ihrer Meinung nach Ihr Werk am besten umsetzen?
G. M.: Steven Spielberg natürlich! Der hat mit E.T. und Indiana Jones bewiesen, dass er Abenteuergeschichten perfekt umsetzen kann.
Andererseits könnte ich mir auch sehr gut eine Pixar-Verfilmung unter John Lasseter vorstellen.

Ecrilis: Schreiben Sie bereits an einem neuen Roman? Wenn ja, können oder möchten Sie schon etwas darüber erzählen?
G. M.: Kein Problem. Das Ende von „Lukas und das Geheimnis des Geisterwaldes“ ist nicht ohne Grund etwas offen: das Buch ist nämlich nur der erste Teil einer deutlich größeren Geschichte. Aktuell arbeite ich daher intensiv an „Lukas 2“, einer direkten Fortsetzung, die genau da weitergeht, wo Band 1 endet. Die Story wird deutlich umfangreicher, als Lukas und Nico es sich im Moment auch nur entfernt vorstellen können…

Ecrilis: Wie gehen Sie mit einer Schreibblockade um?
G. M.: Weiter schreiben! Ehrlich, so etwas wie eine Schreibblockade gibt es nicht. Ich glaube, das ist nur ein Mythos. Klar, es gibt Tage, an denen fühlt man sich schlecht, und an solchen Tagen mag ich meine eigenen Texte häufig nicht. Wenn ich die Passagen aber Tage später noch einmal lese, erkenne ich meist keinen Unterschied zum Rest. Vielleicht fehlt der letzte Funke oder die zündendste Idee, aber dafür gibt es sowieso das Überarbeiten. Zur Not löscht man’s wieder. Was soll’s? Hauptsache, man schreibt.
Sonst besteht die Gefahr, dass man nie fertig wird.
Voraussetzung ist natürlich, dass man einen Plot hat, an dem man sich orientieren kann.
Um nur mal kurz abzuschalten und neue Ideen zu tanken, gehe ich am liebsten spazieren, alleine, wo mich keiner sieht. Dann rede ich nämlich vor mich hin…

Ecrilis: Was ist für Sie für ein gutes Buch besonders wichtig?
G. M.: Zwei Dinge: Zum einen liebe ich skurrile Einfälle und überraschende Wendungen. Genial ist hierbei „Sphere“ von Michael Crichton. Aber auch der erste „Harry Potter“ ist dafür ein gutes Beispiel.
Zum anderen muss die Geschichte logisch sein. Oh, die Logik darf durchaus von der unserer Welt abweichen, aber innerhalb der Story müssen die Handlungen aller Personen für nachvollziehbar sein. Wenn der Held etwas tut, bei dem ich denke: „Wie doof! Warum hat er das denn jetzt gemacht?“ steige ich innerlich aus. So etwas ist meistens ein Indiz für einen schlechten Plot.
Das gilt übrigens auch für Filme. Im Übrigen liebe ich Geschichten, die im normalen „Hier und Jetzt“ beginnen und dann die handelnden Personen in völlig ungeahnte Welten entführen. Stephen King ist darin ein Meister!

Weitere Infos:

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